Mustergültiges Arbeiten

Eine Vogtländerin denkt sich aus, worauf wir des nachts unsere Köpfe ablegen

Produktgestalterin Marie Schubert schafft dekorativ-praktische Innovationen für die heimische Inneneinrichtung. Ihre Leidenschaft – das Zeichnen – kommt ihr dabei zupass. Nun absolvierte sie ihre Ausbildung als Beste in ganz Sachsen.

 

Marie Schubert ist ein einfallsreicher Mensch. Und als solcher hat die junge Vogtländerin nun einen passenden Beruf gefunden. Ihr Metier: die Produktgestaltung. Ihre dreijährige Ausbildung zur Produktgestalterin Textil absolvierte sie bei der Stickerei Rahmig & Partner in Ellefeld. Das Unternehmen ist auf Heimtextilien spezialisiert – dazu gehören beispielsweise Gardinen und Tischdecken. Während der Corona-Zeit stellte die Stickerei die Produktion teilweise auch auf Mund-Nasen-Bedeckungen um.

„Die Hauptaufgabe von Produktgestalter*innen ist es, Muster zu entwerfen und technisch umzusetzen“, erklärt die 22-Jährige. Zu Beginn dieses Prozesses fertigt sie eine Skizze oder einen Entwurf an. Anschließend erstellt sie am Computer mithilfe eines Programms eine technische Zeichnung, welche sie daraufhin an die Produktion übergibt. „Es ist immer schön, wenn ich am Ende des Tages die fertigen Produkte sehe, die ich selbst gestaltet habe“, sagt die Auerbacherin. Am liebsten entwirft sie Designs für Kissen.

Schon während ihrer Schulzeit zeichnete Marie Schubert gerne mit dem Bleistift, am liebsten Portraits. Nach dem Fachabitur in der Richtung Wirtschaft und Verwaltung am Beruflichen Schulzentrum in Rodewisch wollte sie zunächst eine Ausbildung zur Ergotherapeutin beginnen. Als sie jedoch die Stellenausschreibung von Rahmig & Partner im Internet entdeckte, rückte sie davon ab. „Letztlich entschied ich mich für die Lehre als Produktgestalterin, da es im Gegensatz zur Ergotherapeutin kein rein schulische, sondern eine duale Ausbildung ist“, berichtet sie über ihre Beweggründe. Zudem hatte sie die Hoffnung, ihre kreative Ader besser zur Geltung bringen zu können.

Nach der Bewerbung hatte sie die Chance, noch vor dem Ausbildungsstart eine Woche in ihrem künftigen Ausbildungsbetrieb zur Probe zu arbeiten. Dadurch ergab sich die Gelegenheit, sich schon einmal mit dem Berufsbild und ihren zukünftigen Arbeitskolleg*innen vertraut zu machen.

In ihrem Jahrgang war Marie Schubert die einzige und somit auch die beste Auszubildende in ganz Sachsen. „Um einen guten Abschluss zu erreichen, habe ich rechtzeitig damit begonnen, für die Abschlussprüfung zu lernen“, erzählt sie. In der nächsten Zeit möchte sie im Unternehmen erst einmal weitere Berufserfahrung sammeln. Doch für die Zukunft kann sie sich auch vorstellen, zusätzlich noch ein Design-Studium anzuhängen. In ihrer Freizeit trifft sie sich gerne mit Freunden, geht mit ihnen ins Kino oder auch ins Fitnessstudio. Sie sagt: „Mein liebstes Hobby bleibt aber das Zeichnen. Momentan konzentriere ich mich dabei allerdings mehr auf Tiere, Pflanzen oder verschiedene Gegenstände wie Autos oder Motorräder“.

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Text und Bild: Georg Dostmann

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Viel Kreativarbeit findet in Marie Schuberts Beruf als Produktdesignerin vor allem am PC statt.