Im Wandel der Zeit

Wie sich Berufe mit den jahren verändern.

Du musst nur mal Deine Eltern fragen, was bei denen in jüngeren Jahren bei der Jobsuche noch wichtig war und schon siehst Du: Die Arbeitswelt hat sich in den vergangenen Jahrzehnten massiv verändert.

Früher, ja früher, da war alles anders. Man braucht sich nur den klassischen Büro-Job anschauen, um zu verstehen, wie grundlegend sich die Dinge verändert haben: Früher war Stenographie eine der gefragtesten Fertigkeiten von Sekretärinnen.
Dieses Kurzschriftsystem, bei dem man dank vereinfachter Zeichen wesentlich schneller schreiben kann als mit normaler Schreibschrift, gehörte noch vor rund 70 Jahren zu den wichtigsten Fähigkeiten von Bürokräften. Es gab sogar den  eigenständigen Beruf der Stenotypistinnen. Und weißt Du noch, was eine Schreibmaschine ist? Für die Arbeitswelt ab 1900 war dieses Gerät das, was heute für uns der Computer ist. Generell sind die Digitalisierung und die sich immer weiter entwickelnde Technik einer der größten Gründe für veränderte Berufsbilder heutzutage. Durch das Internet und immer bessere Computer und Maschinen wird den Arbeitskräften immer mehr Zeit erspart und Maschinen übernehmen ganze Arbeitsschritte, für die früher noch ein Angestellter benötigt wurde.

Dadurch verschwinden manche Berufe über die Jahre komplett von der Bildfläche und wieder andere werden an heutige Gegebenheiten angepasst – früher war beispielsweise der Büromaschinenmechaniker derjenige, der die verschiedenen Maschinen im Büro reparierte. Heute wurde dieser Handwerksberuf durch den Fachinformatiker ersetzt, der sich mit modernster Computertechnik auskennen muss.

Und auch ganz neue Berufe entstehen: Jüngst wurde beispielsweise der erste Kaufmann /-frau für E-Commerce ausgebildet, der sich hauptsächlich mit Online-Handel befasst. Auch eine eher neumodische Entwicklung sind die sogenannten Soft Skills: Während Begriffe wie Teamfähigkeit, Eigeninitiative oder Kommunikationsfähigkeit heutzutage in keinem Bewerbungsanschreiben fehlen dürfen, zählten früher eher ein gepflegtes Äußeres zum A und O einer Bewerbung. Zur Folge hat das für Dich vor allem eins: eine viel größere Auswahl. Auf der Suche nach dem passenden Beruf hast Du wahnsinnig viele Freiheiten und so die Chance, genau das zu lernen, was Dir wirklich liegt – vergeude diese Chance also nicht!

Text: lkü

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